Pfarreireise nach Wettingen-Mehrerau
Am 26. September reisten 48 Mitglieder des Pastoralraums nach Bregenz zum Kloster Wettingen‑Mehrerau – jenem Ort, an dem die Mönche des Klosters Wettingen 1854 eine neue Heimat fanden, nachdem sie auf politischen Befehl innert 48 Stunden ihr ursprüngliches Kloster verlassen mussten.
Bereits im Car wurden wir von Ursy Kreyenbühl und Josef Bürge herzlich begrüsst. Josef führte uns in die wesentlichen Punkte der Klostergeschichte ein und bereitete uns so auf den Besuch vor. Nach einer angenehmen, unterbrechungsfreien Fahrt erreichten wir Bregenz zum Kaffeehalt. Im Hotel Lamm erwarteten uns Gipfeli, so gross wie wir sie noch selten gesehen haben. Nach einer Dreiviertelstunde ging es weiter zum Kloster, wo wir bereits erwartet wurden.
Führung durch das Kloster
In zwei Gruppen erhielten wir Einblick in das Innere des Klosters. Unsere Gruppe wurde von Frater Josua begleitet, der uns zuerst in die beeindruckende Bibliothek führte. Dort lagern rund 10'000 historische Bücher, das Älteste aus dem 17. Jahrhundert.
Das Kloster feiert im kommenden Jahr sein 800‑jähriges Bestehen, und Frater Josua ist Teil des Gremiums, das die Festivitäten vorbereitet. Seine fröhliche, humorvolle Art machte die Führung zu einem besonderen Erlebnis. Anschliessend besuchten wir die Kirche, die bewusst schlicht gehalten ist, damit nichts vom Gebet ablenkt. Das Mittagsgebet der Mönche – gesungen und gebetet in Latein – war ein eindrücklicher Moment der Stille und Sammlung.
Gemeinsames Mittagessen und freie Zeit
Im Klosterkeller wartete ein nahrhaftes und sehr feines Mittagessen auf uns. Danach blieb genügend Zeit zum Spazieren, Jassen oder einfach zum Geniessen. Erschreckend war für viele von uns der niedrige Wasserstand des Bodensees – ein sichtbares Zeichen dafür, wie sehr uns der Klimawandel künftig beschäftigen wird.
Rückreise und Dank
Am Nachmittag machten wir uns wieder auf den Heimweg zu den Ausgangsorten am Rohrdorferberg.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diese Reise organisiert haben, sowie allen Teilnehmenden für die bereichernden Gespräche und die schöne Gemeinschaft.
Rita Wildi