Die Ausschreibung und Einladung galt für alle Pastoralraum-Mitglieder vom Pastoralraum am Rohrdorferberg. 44 Personen meldeten sich an, um den Samstag auf und um die Insel Rheinau zu verbringen.
Dank der Chauffeuse Erika kamen wir pünktlich, nein sogar 20 Minuten zu früh, im Städtchen Rheinau an, nachdem sie alle Teilnehmenden teils fast vor der Haustüre am Rohrdorferberg abholte. Während der Fahrt gab uns Josef Bürge einen chronologen Überblick über das Kloster Rheinau, seit seiner Entstehung, respektiv Gründung ca. im Jahr 778. Viele Regenten beherrschten die Halbinsel und das Kloster, bis dann im 13. Jahrhundert die Klosterschule erbaut wurde. Die Reformation von Zürich griff 1529 auf Rheinau über, jedoch schon 3 Jahre später wurde das Kloster wieder hergestellt und ein Zentrum der Gegenreformation entstand. Fortan musste Rheinau mit solchen Übergriffen und Zerstörungen zurechtkommen. Um 1867 wurde eine Heil- und Pflegeanstalt errichtet und später die Psychiatrische Klinik Rheinau, die im Jahr 2000 geschlossen wurde. Heute ist auf dem Gelände und in den Gebäuden, die seit 1952 mehreren Renovationen unterlagen, die Stiftung Musikinsel entstanden, die zu 1/3 durch Christoph Blocher finanziert wurde. Auch ein Haus der Stille ist im Park der Klosterkirche entstanden, wo Schwestern der spirituellen Weggemeinschaft (frühere Kapuzinerinnen) ein und aus gehen. Nach den vielen Vor-Informationen waren wir alle gespannt auf das Kloster Rheinau mit seinen vielen Reliquien.
In Rheinau angekommen wurden wir im schönen Restaurant Augarten mit Gipfeli und Kaffee verwöhnt, bevor es dann um 11 Uhr zur Kloster-Führung ging. In 2 Gruppen aufgeteilt erhielten wir interessante Informationen und Geschichten über das Kloster, die siebenjochige Wandpfeilerhalle-Kirche, die Kirchtürme, wo auch schon mal ein Engel abgestürzt ist, und viele schöne, aber auch traurige Geschichten der Heiligen, deren Reliquien in den Seitenaltären untergebracht sind.
Die Klosterkirche sieht sehr prunkvoll aus, obwohl alle Ornamente aus Holz sind, jedoch kunstvoll mit Farben verziert. Auch erfuhren wir, dass in dieser Kirche die älteste Orgel des Kantons Zürich steht. Über dem Hochaltar thront eine riesige Krone, die sich auf die Krönung Mariens bezieht. An den Säulen findet man die Heiligen wie Petrus, darüber Mauritius, rechts als Gegenpart Paulus, darüber Blasius. Auch der Hl. Benedikt und der hl. Fintan befinden sich im Altaraufbau.
Zum Schluss gingen wir zur Sakristei, die von unseren Sakristanen wahrscheinlich fast neidisch bewundert wurde. Von der Grösse mal abgesehen, bestaunten wir die vielen Messgewänder, die heute noch getragen werden, die Kelche, die Monstranz, die in den Gottesdiensten am Sonntag ihren Platz auf dem Altar haben.
Mit vielen Eindrücken um die Klosterinsel Rheinau genossen wir im Restaurant das feine Mittagessen, um nachher für fast 2 Stunden das Städtchen, die Insel, den Rhein und die Restaurants auf eigene Faust zu erkunden. Pünktlich um 16.15 Uhr chauffierte uns Erika wieder Richtung Aargau, jedoch nicht auf dem direkten Weg, sondern sie wählte die abwechslungsreiche Route via das Naturschutzgebiet Thurauen nach Flaach, Rorbas, Embrach, Lufingen und in Bülach erst wieder auf die Autobahn. Ohne Stau gelangten wir pünktlich an den Aussteige-Orten am Rohrdorferberg ein.
Ursy Kreyenbühl und Josef Bürge gebührt ein herzliches Dankeschön – sie haben diesen Ausflug mit viel Engagement vorbereitet, organisiert und begleitet. Auch dem Pastoralraumrat und der Pastoralraum-Kirchenpflege danken wir herzlich für die schöne Geste, diesen Anlass grosszügig mitzufinanzieren.
Käthi Stadler








